Günter Limburg

Irgendwo im Nirgendwo

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Irgendwo im Nirgendwo heisst die aktuelle Ausstellung aber auch das Projekt, das der Kölner Künstler
Günter Limburg verfolgt. Hierbei handelt es sich um die bildnerische Auseinandersetzung mit der
zeitgenössischen Gesellschaft, deren Menschen er portraitiert und in Beziehung zu anderen Menschen stellt.
In seiner teils figurativen, expressiv-surrealen Übersetzung des zwischenmenschlichen Beziehungsgeflechts,
in stilisierten beziehungsweise abstrahierten Umwelten findet der Künstler sein Irgendwo und Nirgendwo. Während beispielsweise seine Protagonisten Erkennbarkeit -also ein Irgendwo - suggerieren, taucht deren Umgebung in ein Nirgendwo ab.
Die sich progressiv beschleunigenden Abläufe in der Gesellschaft, geprägt von neuen Medien und den Ansprüchen der Kommunikationswelt kritisch darstellend, zeigt Limburg jenen, die sich nach anderen Lebens und Empfindungsebenen sehnen seine Landschaften. Werke die Raum für Sehnsüchte nach Entschleunigung geben und mit der rasanten, überreizten Atmosphäre der globalisierten Welt versöhnen.
In den Waldbildern zeigen sich zwischen wuchernden Bäumen und Pflanzen abstrahierte Reste verfallener Kulturen. “Egal welche abstrusen Konstrukte menschlicher, politischer oder kultureller Prägung uns
einfallen und die verrücktesten Imperien ermöglichen, die Natur holt sich irgendwann alles wieder zurück”,
erklärt Limburg.
Die Ausstellung des in der Natur der Eifel aufgewachsenen Künstlers, der bei Professor Pravoslav Sovak an der Werkkunstschule Köln studierte und mit einigen der arriviertesten deutschen Künstlern wie A.R. Penck, Jörg Immendorff und Markus Lüpertz ausgestellt wurde, wird im art souterrain gezeigt.       
Franz Michael Ruchti, Köln 2010
 

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